Havarie
Mindestens sieben Tote bei Schiffsunglück vor Nordzypern

Vor der Küste Nordzyperns sind mindestens sieben Menschen bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Das sagte Ministerpräsident Üstel dem Sender CNN Turk. Ein Passagierschiff mit rund 270 Menschen an Bord sei kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert.

    Ein Krankenwagen verlässt in Nordzypern den Hafen von Kyrenia.
    In der Nähe der Hafenstadt Kyrenia in Nordzypern ist eine Fähre gekentert. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Ali Ruhluel)
    Die Küstenwache und weitere Rettungsteams suchten noch nach mehr als 20 Personen, so Üstel. Die restlichen Passagiere seien bereits in Sicherheit gebracht worden. Die Fähre war nach Behördenangaben auf dem Weg in das südtürkische Mersin. Über die Unglücksursache ist noch nichts bekannt. Die See war Medienberichten zufolge stürmisch, als der Katamaran kenterte.
    Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. De jure ist die ganze Insel seit 2004 Mitglied der Europäischen Union, in der Praxis wirkt sich dies bislang jedoch nur auf die griechischsprachige Republik Zypern im südlichen Teil aus.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.