Sachsen
Ministerpräsident Kretschmer kritisiert GlaxoSmithKline wegen Schließung von Standort Dresden

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline - kurz GSK - wegen der geplanten Schließung des Standorts Dresden kritisiert.

    Sachsen, Dresden: Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, hält während der Sitzung des Sächsischen Landtags in Dresden eine Rede.
    Michael Kretschmer (CDU) (Katharina Kausche / dpa)
    Der CDU-Politiker sagte im Landtag, zum einen gehe es um die Art und Weise, wie die Beschäftigten von der Schließung erfahren hätten - und man rede hier von Menschen, die über Jahre und Jahrzehnte zu dem Unternehmen gestanden hätten. Zum anderen sei der Konzern in keiner Weise bemüht, neue Produkte an den Standort zu bringen, betonte Kretschmer. Man hätte aber - unter anderem gemeinsam mit der Regierung - überlegen können, was man anstelle von Impfdosen herstellen könne.
    GSK hatte angekündigt, den Standort Dresden mit seinen knapp 650 Mitarbeitern zum Sommer 2027 zu schließen. Die Produktion von Grippeimpfstoffen soll in Kanada gebündelt werden. Zur Begründung verwies der Konzern auf eine rückläufige Nachfrage und auf bestehende Überkapazitäten.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.