Ein Jahr nach Zugunglück in Griechenland
Ministerpräsident Mitsotakis übersteht Misstrauensvotum im Parlament

In Griechenland hat Ministerpräsident Mitsotakis ein Misstrauensvotum im Parlament überstanden.

28.03.2024
    Griechenland, Tempe: Auf diesem vom Büro des griechischen Ministerpräsidenten zur Verfügung gestellten Foto betrachtet Kyriakos Mitsotakis (2.v.r), Ministerpräsident von Griechenland, in Begleitung von Kostas Karamanlis (l), Verkehrsminister von Griechenland, der die Hände vor dem Mund hält, den Unfallort nach der Kollision zweier Züge, mit mehreren Toten.
    Nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Griechenlands muss sich die Regierung einem Misstrauensvotum stellen. (Dimtiris Papamitsos/Greek Prime/dpa)
    Von den 300 Abgeordneten stimmten 159 gegen den Antrag der sozialistischen Pasok und andere Oppositionsparteien. Diese hatten der Regierung Versäumnisse in Bezug auf das schwerste Bahnunglück in der Geschichte des Landes vorgeworfen. Medien zufolge sollen Aufzeichnungen von Gesprächen zwischen Bahnmitarbeitern am Tag des Unfalls manipuliert worden sein, um das Unglück allein auf menschliches Versagen zurückzuführen. Mitsotakis versicherte im Parlament, niemals eine Anweisung zur Verschleierung gegeben zu haben.
    Bei der Kollision eines Güterzuges mit einem Passagierzug waren vor gut einem Jahr 57 Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden. Anschließend hatte es gegen die griechische Regierung Proteste wegen des maroden Bahnnetzes gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 28.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.