USA
Minnesota scheitert im Streit um ICE-Razzien vor Gericht - Fünfjähriger muss allerdings freigelassen werden

Im Streit um das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis sind zwei Gerichtsurteile gesprochen worden. Während der Bundesstaat Minnesota damit scheiterte, die umstrittenen Razzien auf seinem Gebiet per einstweiliger Verfügung auszusetzen, müssen die Regierungskräfte einen fünfjährigen Jungen und dessen Vater wieder freilassen.

    ICE Einsatzkräfte geraten mit einer wachsenden Menge von Demonstranten auf der Nicollet Avenue im Süden von Minneapolis aneinander.
    Das brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE steht weiter in der Kritik. (Getty Images / The Minnesota Star Tribune / Richard Tsong-Taatarii)
    Ein Bezirksrichter entschied, der aus Ecuador stammende Mann und sein Sohn seien durch die Verfassung gegen derart unangemessene Behandlungen geschützt. Insbesondere die Festnahme des Kindes hatte international für Empörung gesorgt.
    Justizministerin Bondi erklärte, die Regierung werde sich durch Klagen nicht davon abbringen lassen, in Minnesota Bundesrecht durchzusetzen. Der Bürgermeister von Minneapolis, Frey, beklagte wiederum, ICE-Agenten hätten Angst, Unruhe und Schaden in seine Stadt gebracht.
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.