Klimaschutz-Aktivisten
Mitglieder der früheren "Letzte Generation" müssen vor Gericht: Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung

Fünf Mitglieder der inzwischen aufgelösten Gruppierung "Letzte Generation" müssen sich wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Landgericht Potsdam verantworten.

    Schriftzug der Gruppe "Letzte Generation"
    Fünf Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" müssen sich vor Gericht verantworten (Archivbild). (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Sachelle Babbar)
    Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, wurde eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Neuruppin zugelassen. Wann der Prozess beginnen soll, ist unklar. Neben der Bildung einer kriminellen Vereinigung wird den Klimaaktivisten auch die Störung öffentlicher Betriebe, Nötigung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Angeklagten sollen unter anderem mehrere Attacken auf Anlagen einer Ölraffinerie und eine Ölleitung verübt haben. Die aufgelöste Gruppierung erklärte, strafrechtliche Verfolgung werde zunehmend zum Mittel im Umgang mit unliebsamem politischem Protest.
    Wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung hatte bereits im vergangenen Jahr die Generalstaatsanwaltschaft München Anklage gegen mehrere Klimaaktivisten erhoben. Auch in Flensburg gibt es Ermittlungsverfahren. Die Letzte Generation hatte sich vor einem Jahr aufgelöst und eine strategische Neuausrichtung angekündigt.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.