CDU-Parteitag
Mittelstandsverband fordert "Gesamtkonzept" für deutsche Wirtschaft

"Es fehlt der große Wurf": Der Mittelstand in Deutschland fordert ein beschlussfähiges Konzept der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft. Der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbandes BVMW, Ahlhaus, sagte im Deutschlandfunk, die Regierung sei zum Erfolg verdammt.

    Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Ahlhaus
    Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Ahlhaus (Markus Scholz / dpa / Markus Scholz)
    Ahlhaus betonte, Bundeskanzler Merz habe auf dem CDU-Parteitag zu wenig darüber gesprochen, wie die Wirtschaftswende angegangen werden solle. Dies sei aber eine Führungsaufgabe - für die Spitzen von Union und SPD gleichermaßen. Wichtig sei nun, wieder Vertrauen zu schaffen, damit gerade der Mittelstand in der Lage sei und auch Lust habe, am Standort Deutschland weiterzumachen.
    Die IG Metall warnte ausdrücklich davor, dass deutsche Unternehmen neben Arbeitsplätzen in der Produktion zunehmend auch administrative Tätigkeiten ins Ausland verlagern. Man betrachte mit Sorge, dass Bereiche wie Verwaltung, Forschung und Entwicklung in osteuropäische Länder, aber auch nach Marokko, China und Indien ausgelagert würden, heißt es in einer Erklärung, aus der die "Welt am Sonntag" zitiert. Die Gewerkschaft rief die Bundesregierung dazu auf, schnellstmöglich gegenzusteuern. In den vergangenen Wochen hatten unter anderem der Chemiekonzern BASF, der Versicherer Ergo und der Autobauer Mercedes eine Verlagerung von administrativen Tätigkeiten angekündigt.
    Die CDU schließt ihren Parteitag in Stuttgart heute mit Abstimmungen über eine Reihe sachpolitischer Themen ab. Dabei steht unter anderem ein Antrag zu einer Altersbeschränkung für die Nutzung von Social Media auf dem Programm. Bundesvorstandsmitglied Winter sagte im Deutschlandfunk, sie halte eine solche Regulierung für richtig. Man müsse die Jugend in besonderer Weise schützen. Das Problem liege ihrer Ansicht nach eindeutig bei den Algorithmen der Netzwerke, die Nutzer in negative Abwärtsspiralen zögen. Dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden, weil gerade viele junge Menschen mit psychischen Problemen zu kämpfen hätten, betonte Winter.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.