Leipzig
Mordanklage nach Amokfahrt: Keine Hinweise auf verminderte Schuldfähigkeit

Fast vier Monate nach der tödlichen Amokfahrt in Leipzig hat die dortige Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

    Blumen und Kerzen liegen auf dem Augustusplatz in Leipzig.
    Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten ist nun Anklage erhoben worden (Jan Woitas/dpa)
    Dem Beschuldigten werden zweifacher Mord und versuchter Mord in 85 Fällen vorgeworfen, wie ein Sprecher mitteilte. Ein Gutachten sehe keine Hinweise auf Schuldunfähigkeit, hieß es.
    Der 33-jährige Angeklagte war Anfang Mai in der Innenstadt von Leipzig mit einem Auto durch eine Fußgängerzone gerast. Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann wurden getötet. Acht weitere Menschen wurden verletzt. Nach der Amokfahrt kam der Täter wegen Verdachts auf eine Psychose einstweilig in eine Psychiatrie. Aufgrund des Gutachtens beantragte die Staatsanwaltschaft nun aber die Aufhebung des Unterbringungsbefehls und den Erlass eines Haftbefehls.
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.