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Musikalische Weltreisen in die Provinz

In seiner rund 20 Jahre und zehn Alben umfassenden Karriere hat Wolfgang Buck vieles besungen, am häufigsten aber wohl die Eigenheiten seiner Mitmenschen in der oberfränkischen Provinz und den ewigen Zeitmangel der modernen Welt.

Von Fabian Elsäßer | 14.12.2013

Zu sehen ist der oberfränkische Songpoet Wolfgang Buck sitzend und in die Kamera blickend mit einer Gitarre spielbereit unter dem rechten Arm.
Buck plädiert in seinen ironisch pointierten Songs für Gelassenheit und Lebensfreude, und wenn er die ganz schweren Themen wie Hunger, Krieg und Umweltverschmutzung anpackt, tut er es ohne moralinsaure Besserwisserei.
Bevor er Profimusiker wurde, hat er lange Jahre als Pfarrer einer kleinen Landgemeinde geübt, ein aufmerksamer Zuhörer zu sein. Musikalisch geht Buck - mal solo, mal mit Band - weit über das Liedermachergenre hinaus, mit Anleihen im Funk, Rock, Soul und sogar dem Rap, für den der fränkische Dialekt seiner Meinung nach wie geschaffen ist. In seiner Heimat ist er längst eine feste Größe, doch erst jetzt eröffnet sich dem 55-Jährigen langsam auch der bayerische Markt. Bisher habe er nämlich öfter in Berlin und Köln als in München gespielt.