Russland
Nach Beschuldigung wegen Drohnenattacke auf Leipzig/Halle: Moskau bestellt Geschäftsträger deutscher Botschaft ein

Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Moskau einbestellt, um gegen Berlins Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle zu protestieren.

    Die deutsche Botschaft in Moskau.
    Deutsche Botschaft in Moskau. (Archivbild) (Foto: Thomas Körbel/dpa)
    Es gehe um die antirussischen Handlungen und die Äußerungen der deutschen Führung, teilte das Ministerium mit. Russland hatte Gegensanktionen angekündigt. Als denkbar gilt eine Schließung des Goethe-Instituts und des Generalkonsulats in St. Petersburg. Schon in der Vergangenheit hatten beide Seiten im Zuge von Sanktionen wechselseitig Konsulate geschlossen.
    Russland bestreitet, etwas mit der Drohne auf dem Flughafen zu tun zu haben. Die Bundesregierung hatte gestern offiziell Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich gemacht. Unter anderem soll deshalb das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden. Unterstützung für das deutsche Vorgehen kam von der EU und der NATO.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.