
Es könnte noch viele Wochen dauern, um abzuschätzen, was im Detail abgeflossen sei, sagte Sprecher Selzer der dpa. Im vermutlich schwerwiegendsten Hackerangriff in der Geschichte Berlins veröffentlichten Kriminelle 5,8 Terabyte Daten im Darknet. Gestern wurde ein weiteres Paket online gestellt. Darunter sind zahlreiche Informationen über private Bürger: Teile von Personalakten, eingescannte Ausweise, Gehaltsabrechnungen, Arbeitszeugnisse oder Verträge. Nach Senatsangaben wurden aber keine Daten veröffentlicht, die für die nationale Sicherheit wichtig seien. Staatssekretär Hauer sagte im Innenausschuss des Landesparlamentes, es seien nur Daten abgeflossen, die die niedrigste von vier Geheimhaltungsstufen gehabt hätten.
Der Hackerangriff war Mitte August bekanntgeworden. Die Kriminellen wollten 30 Bitcoin erpressen, umgerechnet zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Daten wurden nach Ablauf des Ultimatums veröffentlicht. Medienberichten zufolge gelang der Hack, weil ein Mitarbeiter der Senatsverwaltung eine Phishing-E-Mail nicht erkannte und den darin enthaltenen Link arglos angeklickt hat.
Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
