Enteignungsdebatte
Nach Linken-Wahlsieg in Berlin: Keine Kompromissbereitschaft bei "Vergesellschaftung" von Wohnungskonzernen

Nach dem Sieg der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin will Spitzenkandidatin Eralp als Regierende Bürgermeisterin die sogenannte Vergesellschaftung von Wohnungsbaukonzernen umsetzen.

    Ein Mann hält während der Wahlparty der Berliner Linken im Festsaal Kreuzberg einen Schal mit der Aufschrift "ENTEIGNEN" in die Höhe.
    Forderung nach "Enteignungen" bei Wahlparty der Berliner Linken (dpa / Sebastian Gollnow)
    Eralp zeigte bei dem Thema am Wahlabend keine Kompromissbereitschaft. Sie sagte, die Mietenkrise sei die größte soziale Frage der Stadt. Zur Lösung gehöre die Umsetzung des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co enteignen“.
    Konkret geht es um eine Enteignung gegen Entschädigung. Wie genau dies umgesetzt werden könnte, ist noch offen. Kritiker hatten vor negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort gewarnt und auch angemerkt, dass dadurch keine neuen Wohnungen entstehen würden. Die schwarz-rote Koalition im Bund hatte angekündigt, sie wolle die Enteignung von Wohnungskonzernen verbieten.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.