Russlands Ukrainekrieg
Nach massiven Angriffen auf Energieversorgung ordnet Regierung in Kiew Notabschaltung der Stromversorgung an

Nach erneut massiven Angriffen Russlands auf die Energieinfrastruktur der Ukraine hat die Regierung in Kiew in weiten Teilen des Landes die Notabschaltung der Stromversorgung veranlasst.

    Zu sehen ist ein Gebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, das durch einen russischen Angriff beschädigt wurde.
    Ein beschädigtes Heizkraftwerk in der Hauptstadt Kiew (picture alliance / Photoshot)
    Nach Angaben von Energieminister Schmyhal konzentrierten sich die Attacken auf Umspannwerke für Hochspannungsleitungen, die eine zentrale Komponente im ukrainischen Stromnetz sind. Auch Anlagen zur Erzeugung von Fernwärme gerieten demnach unter Beschuss. Die Reparaturarbeiten sollen beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse.
    Angriffe wurden aus dem ganzen Land gemeldet, darunter aus den westlichen Regionen. Nach Angaben des größten privaten Energieunternehmens der Ukraine, DTEK, wurden die Anlagen seiner Wärmekraftwerke erheblich beschädigt. In der Ukraine herrschen Temperaturen um minus 20 Grad Celsius. Viele Menschen harren ohne Strom und Heizung aus.
    Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj haben die USA der Ukraine und Russland eine Frist bis Juni gesetzt, um eine Lösung zur Beendigung des Kriegs zu finden. Seine Regierung habe ihr Kommen zugesagt, sagte Selenskyj. Eine Bestätigung von russischer Seite liegt bislang nicht vor.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.