Rheinland-Pfalz
Nach PISA-Studie: Ministerpräsident Schnieder kündigt Tests für viereinhalbjährige Kinder an

Nach dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler bei der PISA-Studie hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder verpflichtende Tests für Vierjährige angekündigt.

    Ein Erzieher zeigt Kinder ein Buch, die Kinder deuten zum Teil darauf, zum Teil schauen sie zu.
    In Rheinland-Pflaz sollen Viereinhalbjährige bald auf ihre Schulreife getestet werden. (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)
    Im Moment seien sehr viele Kinder bei der Einschulung noch gar nicht grundschulreif, beklagte der CDU-Politiker. Sie müssten ausreichend Deutsch sprechen können, aber beispielsweise auch einen Stift halten, mit der Schere schneiden oder Schnürsenkel zubinden. Diese Grundfähigkeiten sollten in seinem Bundesland mit ausreichendem Vorlauf zum Schuleinstieg verbindlich getestet werden, erklärte der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Schnieder zeigte sich auch offen für einen nationalen Bildungsgipfel. Einen solchen hatten in den vergangenen Tagen auch zahlreiche Vertreter anderer Parteien gefordert. Bei der jüngsten PISA-Studie hatten deutsche Schüler in Mathematik und Lesekompetenz schlechter abgeschnitten als je zuvor.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.