Künstliche Intelligenz
Nach Sicherheitsvorfällen: Kritiker warnen vor Gefahren durch KI

Nach Sicherheitsvorfällen bei KI-Unternehmen haben Kritiker ihre Warnungen vor künstlicher Intelligenz bekräftigt. Der Informatiker Benjamin Schmidt von der Initiative "Pause AI" sagte im Deutschlandfunk, bei den Vorfällen hätten sich KI-Systeme nicht an Anweisungen gehalten. Es bestehe die Gefahr, dass KI in der Zukunft die Kontrolle über komplette Server übernehme.

    Eine Technikerin steht in einem KI-Rechenzentrum von Amazon Web Services in New Carlisle im US-Bundesstaat Indiana.
    Eine KI-Rechenzentrum von Amazon (Archivbild) (AFP / Getty Images / Noah Berger)
    Schmidt warnte, die KI-Systeme könnten etwa Biowaffen bauen. Auch könnten Modelle noch leistungsstärkere Künstliche Intelligenzen entwickeln. "Wenn es eine andere Spezies oder einfach nur Technologie gibt, die schlauer und mächtiger ist als alle Menschen, dann sieht es für die Menschheit schlecht aus", mahnt der Informatiker.

    Forderung nach Pause der KI-Trainings

    Schmidt schlägt vor, in Deutschland Einfluss auf den Bau von KI-Chips zu nehmen. Als Bauteile würden spezielle Spiegel der deutschen Firma Carl Zeiss benötigt. Deutschland habe einen Hebel gegenüber den USA, um die Entwicklung von KI-Systemen zu verzögern.
    Schmidt leitet den deutschen Ableger der internationalen Bewegung "Pause AI". Sie setzt sich dafür ein, dass das Training von leistungsstarken KI-Systemen pausiert wird, bis bewiesen ist, dass sich solche Systeme unter demokratischer Kontrolle einsetzen lassen. "Pause AI" will dies über internationale Abkommen erreichen.

    Vorfälle bei Anthropic und OpenAI

    Auch andere Wissenschaftler und Initiativen rufen immer wieder dazu auf, die Entwicklung leistungsstarker KI zu verlangsamen oder zu stoppen. Sie warnen unter anderem davor, dass Menschen nicht nachvollziehen könnten, was KI-Systeme tun.
    Der US-amerikanische KI-Hersteller Anthropic hatte vor wenigen Tagen eingeräumt, dass seine KI-Modelle unbefugt auf Systeme von fremden Organisationen zugegriffen hätten. Zuvor hatte der Konkurrent OpenAI erklärt, dass ein KI-System selbstständig einen Hackerangriff auf eine Programmierplattform vorgenommen habe.

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    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.