Venezuela
Nachbeben vor der Nordküste - mehr als 50.000 Menschen werden vermisst

Vor der Nordküste Venezuelas hat es, zwei Tage nach den schweren Erdbeben, erneut Erschütterungen gegeben.

    Nach dem Erdbeben in Venezuela durchsuchen Anwohner die Trümmer.
    Nach dem Erdbeben in Venezuela durchsuchen Anwohner die Trümmer. (AP / dpa / Ariana Cubillos)
    Agenturberichten zufolge war das Nachbeben in den Metropolen Caracas und Maracay zu spüren. Es hatte laut dem Erdbebenüberwachungsdienst EMSC eine Stärke von 4,9. Über neue Schäden oder weitere Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
    Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben vom Mittwochabend ist inzwischen auf 920 gestiegen, wie der Präsident der Nationalversammlung, Rodríguez, mitteilte. Tausende Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben von UNO-Nothilfekoordinator Fletcher werden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Die Zahl deckt sich mit Hochrechnungen der US-Erdbebenwarte USGS. Die Behörde befürchtet zudem mehr als 10.000 Todesopfer. Aus der ganzen Welt ist Hilfe unterwegs. Die beiden Beben westlich von Caracas hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.