"Schwalbe"
Nachfahren der jüdischen Familie Simson wehren sich gegen Vereinnahmung durch AfD

Die Nachfahren der jüdischen Familie Simson aus Thüringen wehren sich gegen eine Vereinnahmung der gleichnamigen Moped-Marke durch die AfD.

    Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen, 2024 auf einem Moped Simson zu Beginn einer Zweirad Wahlkampftour durch seinen Wahlkreis
    Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen, 2024 auf einem Moped Simson zu Beginn einer Zweirad Wahlkampftour durch seinen Wahlkreis (Bodo Schackow / dpa)
    Man empfinde jegliche Verbindung mit der AfD als abstoßend und als eine Beleidigung des eigenen Namens, erklärte ein Sprecher der heute in den USA lebenden Familie.
    Die zu DDR-Zeiten in Suhl produzierten Mopeds der Marke Simson wie die Schwalbe oder die S51 haben bis heute zahlreiche Liebhaber. AfD-Politiker nutzen sie als politisches Symbol. In mehreren ostdeutschen Landtagen bemühte sich die AfD, die Simson als immaterielles Kulturerbe schützen zu lassen.
    Das Werk in Thüringen war von den Brüdern Moses und Loeb Simson gegründet worden und hatte sich als Waffen- und Fahrzeughersteller etabliert. 1936 wurde die Familie von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben und floh in die USA.
    Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.