FIFA-Präsident unter Druck
Nächster Fußball-Verband wendet sich von Infantino ab

FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät immer mehr unter Druck. Der nächste Fußball-Verband versagt ihm jetzt die Unterstützung.

    FIFA-Präsident Gianni Infantino läuft über ein Fußballfeld und lächelt.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino (picture alliance | Action Plus | Heuler Andley | DiaEsportivo)
    Ein weiterer europäischer Fußball-Verband hat sich gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino gestellt. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) gab nach einer Sitzung seines Aufsichtsrats bekannt, eine erneute Kandidatur von Infantino als Chef des Weltfußballverbands nicht zu unterstützen. In einer Stellungnahme des ÖFB heißt es: "Die Vorwürfe wurden bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet."
    Auslöser der Krise sind Infantinos vor wenigen Wochen öffentlich gewordene Pläne, WM-Rechte für eine Milliardensumme an private Investoren zu verkaufen. Diese hat der Schweizer mittlerweise zurückgenommen. Er will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen. Gegenkandidaten gibt es bislang keine. Einen erneuten Wahlsieg Infantinos will vor allem die Europäische Fußball-Union UEFA verhindern. Landesverbände wie Frankreich, Italien oder die Niederlande haben sich schon gegen Infantino gestellt. Der ÖFB stehe "vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der UEFA", schrieben nun auch die Österreicher.
    Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.