Raumschiff "Link"
NASA gibt Rettungsversuch für Weltraumteleskop Swift auf

Die Rettungsmission für das alternde Weltraumteleskop Swift Observatory der US-Raumfahrtbehörde NASA ist gescheitert. Das teilten die NASA und das Raumfahrt-Start-up Katalyst Space Technologies mit.

    Das "Link"-Raumfahrzeug, eine Wartungssonde der Firma Katalyst, steht in einer Halle (undatiertes Handout).
    Das Link-Raumschiff (hier ein undatiertes Bild) wird den Satelliten Swift nicht einfangen und auf eine höhere Umlaufbahn bringen. (Ron Beard / NASA / dpa / Ron Beard)
    Das Teleskop wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Den Angaben zufolge kann das Rettungsraumschiff Link das Teleskop nicht einfangen und darum auch nicht in eine höhere Umlaufbahn bringen. Probleme bei der Steuerung des Raumfahrzeugs machten den geplanten Einsatz unmöglich. Link war Anfang Juli gestartet und geriet wenige Wochen später ins Taumeln. Zwar konnte die Rotation gebremst werden. Schwierigkeiten bei Ausrichtung und Positionierung blieben jedoch bestehen.

    Teleskop sollte wieder auf 600 Kilometer Höhe gebracht werden

    Die NASA hatte Katalyst 30 Millionen Dollar für den Rettungsversuch gezahlt. Das Teleskop sollte wieder auf eine Umlaufbahn in rund 600 Kilometern Höhe gebracht werden. Starke Sonnenaktivität hatte Swift zuletzt schneller absinken lassen. Am Mittwoch befand sich das Teleskop noch in rund 345 Kilometern Höhe. Mit einem Absturz wird frühestens im Oktober gerechnet.
    Swift war 2004 gestartet und hatte mehr als 20 Jahre lang unter anderem Gammastrahlenausbrüche und explodierende Sterne beobachtet. Die wissenschaftlichen Instrumente wurden Anfang des Jahres abgeschaltet, um den Abstieg zu verlangsamen.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.