
Nach Angaben des Bayerischen Landesbundes für Vogel- und Naturschutz kommen viele Raubvögel kaum noch an Beute, wenn es über einen längeren Zeitraum eine dicke Schneedecke gibt. Da Eulen auch im Winter in ihren angestammten Gebieten blieben, drohe ihnen Hunger in Regionen ohne schneefreie Flächen.
Ein Sprecher des Verbandes sagte, früher seien Eulenlöcher in Scheunen und Ställen selbstverständlich gewesen. Wenn die Vögel drinnen auf Mäusejagd gingen, sei das auch ein Beitrag zur natürlichen Regulierung der Nagetiere. Statt eines solchen Einfluglochs könne aber auch ein geöffnetes Fenster oder ein Spalt im Scheunentor die Vögel vor dem Verhungern bewahren.
Wer keine Scheunen oder Ställe besitze, könne auch einige Bereiche gezielt von Schnee freiräumen. Langfristig können nach Angaben des Verbandes auch sogenannte Mäuseburgen helfen. In den künstlichen Mäuseverstecken mit Futterstelle würden sich Nagetiere ansiedeln, die unter anderem von Greifvögeln und Eulen gejagt werden könnten.
Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
