Nach Dobrindt-Vorstoß
Netzbetreiber Amprion: Drohnenabwehr nicht Unternehmensaufgabe

Der Stromnetzbetreiber Amprion sieht es nicht als Aufgabe des Unternehmens an, seine Infrastruktur vor Drohnenangriffen zu schützen.

    Ein hoher Mast, davor das Schild der Firma amprion, Am Werkstor 4
    Amprion sieht es nicht als seine Aufgabe, seine Infrastruktur vor Drohnenangriffen zu schützen. (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Amprion-Chef Müller sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Drohnenabwehr falle aus seiner Sicht unter das Gewaltmonopol des Staates. Er könne sich nicht vorstellen, dass seine Kolleginnen und Kollegen bewaffnet um die Anlagen wie Umspannwerke herumliefen. Bedenken gebe es etwa bei der Arbeitssicherheit. Auch würden die Anlagen sehr empfindlich reagieren, ⁠wenn ⁠plötzlich Teile abgeschossener Drohnen vom ⁠Himmel auf sie fielen. Müller forderte allerdings, das Umfeld der Anlagen per Video überwachen zu dürfen.
    Zuletzt hatte es immer wieder Sabotage-Versuche auf Infrastrukturanlagen gegeben, darunter auch auf Umspannwerke ​von Amprion. Bundesinnenminister Dobrindt will deshalb den Betreibern von kritischer ​Infrastruktur die Abwehr von Drohnen erlauben.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.