Westafrika
Neue Angriffe von Dschihadisten und Separatisten in Mali

In Mali haben Dschihadisten und Separatisten offenbar eine neue Angriffswelle auf mehrere Städte gestartet.

    Tuareg-Rebellen fahren in einem Pick-up-Konvoi über staubige Straßen an einer Moschee in Kidal vorbei.
    Tuareg-Rebellen der Azawad-Befreiungsfront (FLA) im April 2026 in Kidal. Das malische Militär hatte die Stadt erst 2023 von den Tuareg zurückerobert und dies als großen Erfolg verbucht. (AFP / -)
    Mehrere Nachrichtenagenturen berichten unter Berufung auf Sicherheitskreise sowie Anwohner, dass Kämpfer der Al-Kaida-nahen Gruppierung JNIM sowie Tuareg-Rebellen seit den frühen Morgenstunden vorrücken, unter anderem am ehemaligen Bundeswehr-Standort Gao.
    Beobachtern zufolge haben die Gruppierungen ein Zweckbündnis gebildet, um die Militärregierung in Bamako weiter zu schwächen. Bereits Ende April hatten sie bei einem ähnlichen Vorstoß deren Verteidigungsminister getötet und mit der Junta verbündete russische Soldaten aus der nördlichen Stadt Kidal vertrieben. Beobachter befürchten im Falle eines Sturzes der Junta, dass sich die Lage in Mali noch weiter verschlechtern könnte.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.