Umweltschutz
Neue Anlage soll Ost- und Nordsee von Altmunition befreien

Das Bundesumweltministerium hat den Bau einer mobilen Anlage zur Entsorgung von Altmunition in Nord- und Ostsee in Auftrag gegeben.

    Niedersachsen, Munster: Schrott aus Altmunition lagert auf einer Abholfläche auf dem Werksgelände der GEKA (Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten) bei Munster.
    Eine Anlage soll Ost- und Nordsee von Altmunition befreien. (Christian Charisius/dpa)
    Den Auftrag erhielt eine Bietergemeinschaft aus zwei deutschen und einem schwedischen Unternehmen. Die Anlage soll Kampfmittel bergen, die seit Jahrzehnten auf dem Meeresboden liegen. Durch Korrosion und Zerfall gelangen zunehmend giftige und krebserregende Stoffe ins Wasser. Diese können Meerestiere schädigen und in die Nahrungskette gelangen. Insgesamt befinden sich rund 1,6 Millionen Tonnen Altmunition auf dem Grund von Nord- und Ostsee.
    Die Anlage könnte nach derzeitiger Planung Ende 2028 fertiggestellt werden. Danach sollen die Bergungen zunächst in der Ostsee beginnen. Später ist ein Einsatz auch in der Nordsee vorgesehen.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.