Tarifkonflikt
Neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst vor dritter Verhandlungsrunde

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb haben für heute die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem Universitätskliniken, Straßenbauverwaltungen und IT-Dienstleister.

    Gewerkschaftsmitglieder aus Thüringen bringen am Betriebshof der Erfurter Verkehrsbetriebe AG ein Plakat mit der Aufschrift "Warnstreik" an.
    Die Gewerkschaft Verdi ruft wieder zu Warnstreiks auf. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    In einigen Bundesländern soll es zudem Warnstreiks an Kitas und Schulen geben. In Nordrhein-Westfalen müssen fünf Tunnel vorübergehend gesperrt werden, weil sich auch Mitarbeiter im Kontrollraum des zuständigen Landesbetriebes an den Aktionen beteiligen wollen. Vielerorts sind Kundgebungen geplant. Verdi und Beamtenbund fordern sieben Prozent, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten zunächst ein Eckpunkte-Papier mit zahlreichen Einzel-Vorschlägen vorgelegt.
    Morgen gehen die Tarifverhandlungen in Potsdam in die dritte und bisher letzte vereinbarte Runde.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.