
Mehrere Wohnhäuser seien sowie ein Hotel getroffen worden, berichteten lokale Medien. Kiews Bürgermeister Klitschko rief die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben. Am frühen Morgen wurde eine neue Angriffswelle gemeldet. Auch in Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes wurde Luftalarm ausgelöst.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, man habe bei den Angriffen ballistische Raketen und weitere Langstreckenwaffen eingesetzt. Dabei habe es sich um eine Reaktion auf ukrainische Attacken in den vergangenen Tagen gehandelt.
Selenskyj warnte vor der Angriffswelle
Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte zuvor vor einem bevorstehenden Großangriff auf die Ukraine gewarnt. Alle ein bis zwei Wochen gebe es massive Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen – und "heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs", sagte er am Rande einer Zeremonie zum Wechsel der EU-Ratspräsidentschaft in Dublin. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren.
Denkfabrik CSIS: Russland erleidet hohe Verluste
Beobachter werten die russischen Luftangriffe auf ukrainische Städte auch als Zeichen dafür, dass die russische Armee an der Front keine Fortschritte mehr erziele und hohe Verluste erleide. Die Washingtoner Denkfabrik CSIS erklärte, im ersten Halbjahr 2026 seien achtmal mehr russische Soldaten gefallen als ukrainische. Hauptgrund dafür sei der verstärkte und äußerst wirkungsvolle Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen.
Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
