
Über die Reform war jahrelang verhandelt worden. Die Neuregelungen sollen unter anderem verhindern, dass Asylbewerber innerhalb der EU weiterziehen. So sollen etwa Verfahren an den Außengrenzen schnellere Entscheidungen und konsequentere Abschiebungen ermöglichen. Besonders Menschen mit geringen Aussichten auf einen positiven Asylbescheid sollen ein solches beschleunigtes Verfahren mit einer maximalen Dauer von zwölf Wochen durchlaufen. Sie müssen in dieser Zeit damit rechnen, spezielle Aufnahmezentren nicht verlassen zu dürfen.
Gleichzeitig soll ein sogenannter Solidaritätsmechanismus die Lasten unter den EU-Ländern verteilen. Er sieht Unterstützung durch finanzielle Beiträge, Sachleistungen oder die Übernahme von Asylsuchenden vor. Deutschland muss dazu für das laufende Jahr keine Beiträge leisten, da die Aufnahme vieler Asylbewerber angerechnet wird, für die eigentlich andere Länder zuständig gewesen wären.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
