Magdeburg-Cochstedt
Neues Zentrum für Drohnen-Sicherheit an Testflughafen in Sachsen-Anhalt eröffnet

Die Bundesregierung hat in Sachsen-Anhalt ein neues Forschungszentrum eröffnet, das gezielte Abwehrmöglichkeiten gegen Drohnen entwickeln soll. Bundesinnenminister Dobrindt sagte am Flughafen Magdeburg-Cochstedt, das dortige Zentrum werde ein zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur gegenüber der hybriden Bedrohung durch Drohnen sein.

    Ein optisches Trackingsystem für die Ortung von Drohnen mit Multispektralkameras arbeitet auf dem Flughafen Cochstedt.
    Erprobungszentrum für Drohnen in Cochstedt (im Bild ein optisches Trackingsystem für die Ortung von Drohnen mit Multispektralkameras) (Jan Woitas / dpa)
    Deutschland sei täglich Zielscheibe solcher Angriffe von fremden Mächten, die versuchten, durch Spionage, Sabotage und Manipulation die Stabilität Deutschlands zu untergraben. Er sprach vom "Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts". Der Vorfall mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in Leipzig vor zwei Wochen habe die Dringlichkeit von Abwehrmaßnahmen in diesem Bereich nochmals deutlich vor Augen geführt.
    Das "Technologiezentrum Drohnensicherheit" wird unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt betrieben. Der Historiker Jan Stöckmann von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte im Deutschlandfunk , Deutschland brauche bessere Technologien zur Abwehr von Drohnen. So könne die Resilienz gegen hybride Angriffe gestärkt werden.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.