Prozess in Paris
Neun französische Polizisten vor Gericht wegen Gewalt gegen Gelbwesten

Sieben Jahre nach Ausschreitungen bei Demonstrationen der sogenannten Gelbwesten in Frankreich hat ein Prozess gegen neun Polizisten begonnen.

    Gelbwesten-Protest in Paris im Dezember 2018
    Gelbwesten-Protest in Paris im Dezember 2018 (dpa/ picture alliance/ Geisler-Fotopress)
    Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Demonstranten mit Schlagstöcken und Fußtritten traktiert zu haben - und zwar auch solche, die sich nicht gewalttätig verhalten hatten. Die Proteste an jenem Tag im Dezember 2018 waren von Ausschreitungen geprägt. Es gab 263 Verletzte, darunter 23 Sicherheitskräfte. Demonstranten beschädigten den Pariser Triumphbogen.
    Zum Auftakt des Prozesses ordnete das Gericht an, dass die Beamten der Bereitschaftspolizei CRS nicht in Uniform vor Gericht erscheinen dürfen, was acht der Angeklagten zunächst getan hatten.
    Die Gelbwesten-Proteste richteten sich gegen hohe Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.