Verfassungsreform
Nicaragua schließt Opposition von Wahlen aus

In Nicaragua hat Präsident Ortega die Opposition faktisch von Wahlen ausgeschlossen.

    Caracas: Nicaraguas Präsident Daniel Ortega gestikuliert vor Regierungsanhängern.
    Daniel Ortega (Archivbild) (Matias Delacroix / AP / dpa / Matias Delacroix)
    Die Nationalversammlung verbot per Verfassungsreform allen Oppositionellen die Teilnahme an Wahlen, die von der autoritären Regierung als Landesverräter eingestuft werden. Zusätzlich wurde die Amtszeit des 80-jährigen Staatschefs und seiner mitregierenden Ehefrau um ein Jahr auf insgesamt sieben Jahre verlängert - mit unbegrenzter Möglichkeit zur Wiederwahl. 
    Vor der Wahl 2021 hatte Ortega alle Gegenkandidaten festnehmen lassen. Hunderte Regierungskritiker wurden wegen Hochverrats ausgebürgert und aus Nicaragua abgeschoben. Der seit fast zwei Jahrzehnten ununterbrochen regierende Ortega hatte im Juli bereits angekündigt, keine demokratischen Wahlen mehr im Land zuzulassen. 
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.