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Nie mehr Brille

Für Menschen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit ist eine Laseroperation ihrer Augen eine Möglichkeit, um keine Kontaktlinsen oder Brille mehr tragen zu müssen. Wir haben eine Patientin bei einer Behandlung begleitet.

Von Martin Winkelheide | 24.09.2013

Maria S.: "Ich möchte heute meine Augen lasern lassen."

Köln. Die Augenklinik am Neumarkt.

Maria S.: "Ich bin kurzsichtig, schon seitdem ich zehn Jahre alt bin und hab seit zehn Jahren Kontaktlinsen getragen."

Maria S. ist 27 Jahre alt.

Maria S.: "Jetzt möchte ich aber, da ich weder Brille noch Kontaktlinsen brauchen möchte, diese Laseroperation machen lassen."

Sie haben jetzt schon erste Tropfen in die Augen bekommen.

Maria S.: "Und eine Beruhigungstablette, ja."

Sind Sie nervös?

Maria S.: "Neh, es geht."

Georg Gerten: "Mein Name ist Georg Gerten, ich bin der ärztliche Direktor der Augenklinik am Neumarkt - Maria, wie geht es da unten?"

Maria S.: "Gut"

Gerten: "Ja? So, jetzt justieren wir den Kopf ein bisschen. So ist prima.
Jetzt sehen Sie zwei rote Punkte und in der Mitte einen hellen Lichtkranz. Und in diesen hellen Lichtkranz sollten Sie schauen. So, wie Sie es jetzt machen, ist es richtig. So ist perfekt.

Ich setzte jetzt eine Lid-Sperre ein, das ist ein etwas seltsames Gefühl.
Jetzt setze ich diesen Ring auf, der saugt sich jetzt am Auge fest. Das ist ein bisschen seltsam. Und jetzt schön ruhig liegen bleiben. Jetzt koppeln wir den Laser an. Jetzt beginnt der Laser. So ist gut. Und dann ist es schon fertig."

Was hat der Laser jetzt gemacht?

Gerten: Jetzt hat der Laser diesen Femto-Sekunden-Flap geschnitten, diese ultradünne Klappe, die ist aber noch nicht eröffnet, die haben wir erst einmal vorbereit für den nächsten Schritt.

Wie war es? Komisch, ne? Jetzt bereiten wir uns vor auf die nächste Seite. Ruhig mal schließen, das Auge. Der Laser ist angekoppelt. Und der Laser läuft jetzt. In hunderttausendstel Millimeter Tiefe der Hornhaut ein Flap schneiden, ist schon fertig, bevor ich ausgesprochen habe. Jetzt werden wir den Laser wieder wegnehmen vom Auge. So Maria, jetzt werden wir den Laser wechseln. Die Liege bewegt sich, nicht erschrecken.

Da kommt jetzt so eine Folie, die die Wimpern und die Haut abdeckt.
Dann wieder eine Lidsperre, sodass man nicht unwillkürlich zwinkert.
Jetzt sieht es ein bisschen anders aus. Da sehen Sie vielleicht schon in der Mitte so einen grünen Punkt.

So jetzt mache ich es etwas heller, ist aber nur für diesen Moment des Aufklappens dieses ultradünnen Flaps. Wir sehen jetzt das Stroma, das Hornhautbett, in dem wir die Korrektur vornehmen - wo wir drei Sachen korrigieren: Hornhautverkrümmung, Kurzsichtigkeit und Wellenfront-Fehler.
Schön geradeaus schauen.

Kleine Rotationen oder Fehlstellungen des Auges werden automatisch erkannt, so dass jeder Laser-Schuss an die richtige Stelle geht. Auch wenn die Patientin den Kopf bewegt. Eye-Tracker ist an, ja? Und jetzt schalten wir den Laser an. Das machen Sie sehr gut. Und das war es schon. Spülung noch mal. Schön in die Mitte gucken.

Maria, sind Sie startklar für die andere Seite? Ja, O.K. Dann machen wir das da wieder genauso. Jetzt geht der Laser los. Sie hören das an dem Geräusch. Das ist der Exemer-Laser, der die Korrektur macht. Und ist jetzt bereits fertig. Wir nehmen die Vorrichtung wieder weg. So, wir fahren Sie jetzt unter dem Laser heraus, noch einen Moment liegen bleiben. Können Sie schon sehen, dass da oben eine Uhr hängt?

Maria S.: Ja, ich kann auch die Uhrzeit sehen.

Gerten: Das brauchen Sie eigentlich erst morgen. Wir sehen uns zur Kontrolle dann morgen. Bis dann Tschüss.

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