Krise bei Volkswagen
Niedersächsischer Ministerpräsident Lies warnt vor Werksschließungen

Angesichts der Krise bei Volkswagen hat der niedersächsische Ministerpräsident Lies an die Konzernleitung appelliert, ihre Verantwortung gegenüber der Belegschaft wahrzunehmen.

    Olaf Lies (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, gibt ein Pressestatement.
    Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies, SPD, warnt den Volkswagen-Konzern vor Werksschließungen. (dpa / Moritz Frankenberg)
    Bei den Mitarbeitern herrsche eine unglaubliche Verunsicherung, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Viele Familien sorgten sich um ihre Zukunft. Der Vorstand sei angehalten, die Größe des Unternehmens nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu begreifen. Die breite Produktpalette sei ein internationales Pfund, mit dem man wuchern könne. Werksschließungen seien keine Zukunftslösung, zumal jeder VW-Standort über unterschiedliche Fähigkeiten verfüge, betonte Lies. Das Land Niedersachsen hält Konzernanteile in Höhe von 20 Prozent. Bei Volkswagen in Wolfsburg startete am Vormittag eine Serie von Betriebsversammlungen. Die Arbeitnehmervertretung verlangt Klarheit von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die angekündigten Sparmaßnahmen. VW-Chef Blume verwies darauf, dass das Unternehmen derzeit zu wenig Geld verdiene, um die Zukunft zu sichern. Er hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm.
    Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.