Nach ausländerfeindlichen Protesten
Nigeria evakuiert Staatsangehörige aus Südafrika

Nach teils gewaltsamen ausländerfeindlichen Protesten in Südafrika hat Nigeria damit begonnen, Staatsbürger aus dem Land auszufliegen.

    Menschen stehen neben Gepäck in Johannesburg neben Bussen, um zum Oliver Reginald Tambo International Airport gebracht zu werden.
    Die erste Gruppe nigerianischer Migranten wird aus Südafrika evakuiert. (Anadolu Agency/IMAGO/Ihsaan Haffejee)
    Medienberichten zufolge landete ein erstes Flugzeug in der nigerianischen Stadt Lagos. Insgesamt sollen sich etwa 1.000 Menschen für das Rückholprogramm registriert haben. Auch Ghana, Malawi und Simbabwe haben bereits Staatsangehörige ausgeflogen. Die Länder werfen der Regierung in Südafrika vor, Migranten nicht ausreichend gegen fremdenfeindliche Angriffe zu schützen.
    In Pretoria, Johannesburg und andereren südafrikanischen Städten gibt es seit Wochen Proteste gegen Arbeitsmigranten aus anderen afrikanischen Ländern. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen, mehrere Menschen wurden getötet.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.