Dienstag, 27. September 2022

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Norwegische Band Kings Of The Valley
Zeitreisen sind möglich

Moog, Mellotron, Fuzz: Die fünf jungen Norweger der Band Kings Of The Valley docken traditionsbewusst am Prog Rock-Sound der 1960er an. Man reibt sich verwundert die Ohren und denkt: Lange, psychedelische und auch geradeaus rockende Songs haben gut 50 Jahre später nichts an Faszination und Relevanz verloren. Im Gegenteil.

Von Tim Schauen | 30.05.2021

Zwei Vinyl-LPs mit bunten Covern liegen vor einer E-Gitarre auf dem Rasen.
Debütalbum (li.) und EP: acht von neun Songs der Band Kings Of The Valley (Deutschlandradio/Tim Schauen)
Der Rockandroll ist wie ein ein großes, altes Königreich: Er war mal die stärkste Macht in der Musik, damals in den wilden 1960er- und 70er-Jahren. Lange her... Doch der Sound von sägenden Fuzz-Gitarren, kreischender Hammond-Orgel, flirrendem Moog-Synthesizer und weinendem Mellotron hat nichts von seiner Fazination verloren. Und nun kommen fünf junge Prog Rock-Kronprinzen auf die Bildfläche: die inzwischen fünfköpfige Band Kings Of The Valley. Genau neun Songs haben sie seit 2017 veröffentlicht, zuerst eine EP mit drei Titeln, dann 2020 das Debütalbum "Kings of the Valley" mit fünf, später noch eine Single. Handwerklich auf höchstem Niveau zeigen sie, dass Zeitreisen möglich sind. Sogar in beide Richtungen.
Christopher Roseth Sand, Gitarre/Gesang
Esten Mortensen Holien, Schlagzeug/Perkussion/Cymbals/Gesang
Markus Margido Drazkowski Teksum, Bass/Gesang
Øystein Megård, Keyboards/Gitarre/Gesang
Joanis Brevik, Gitarre/Lap Steel