
Nach den aktuellen Angaben des NABU gibt es bundesweit jedes Jahr zwischen 3.000 und 5.000 Meldungen mit Foto. In diesem Frühjahr kamen besonders viele Beobachtungen hinzu: Mehr als 2.500 Fotos gingen von Januar bis Mai ein. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden die achtbeinigen Tiere zuletzt vermehrt gesichtet. Aus Schleswig-Holstein kommen seit einiger Zeit ebenfalls deutlich mehr Meldungen, so der Nabu.
Das rauere Klima in Deutschland scheint die Nosferatur-Spinne nicht zu stören, sagte NABU-Sprecher Wirth. "In der kalten Jahreszeit zieht sie sich in geheizte Häuser und Wohnungen zurück, wo es für sie angenehmer ist."
Der Körper der Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) wird etwa ein bis zwei Zentimeter lang. Die Beinspannweite könne bis zu fünf Zentimeter betragen, so der Nabu. Durch ihr Gift, einen robusten Körperbau und ihre Geschicklichkeit bei der Jagd wird die überwiegend nachtaktive Spinne den Angaben zufolge auch mit recht großer Beute fertig. Sie gehöre zudem zu den wenigen Arten, die mit ihren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können, heißt es. Der Biss sei in der Regel aber ungefährlich.
Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
