Artenvielfalt
Nur ein Viertel der Meeresschutzgebiete schützt wirksam

Meeresschutzgebiete liefern weniger Vorteile für den Artenschutz als angenommen.

    Korallen vor der Küste Mexikos
    Korallen vor der Küste Mexikos (picture alliance / Sergi Reboredo)
    Laut einer Studie im Fachmagazin PNAS bietet nur knapp ein Viertel der Meeresschutzgebiete einen effektiven Schutz. Hauptgrund dafür sei die Fischerei. Diese ist oft auch in Schutzgebieten mit Einschränkungen erlaubt und wird nur wenig kontrolliert. In der Studie wurde die Masse an Fischen in verschiedenen geschützten Stein- und Korallenriffen mit der angenommenen Fischbiomasse verglichen, die sich ohne Schutzmaßnahmen entwickelt hätte. War die gemessene Biomasse doppelt so groß, wurde ein Schutzgebiet als ökologisch wirksam eingestuft.
    Fast alle Staaten der Welt haben sich darauf geeinigt, 30 Prozent der weltweiten Land- und Wasserflächen bis 2030 unter effektiven Schutz zu stellen. Nach den Berechnungen der Forschenden gilt das auf dem Meer erst für zwei Prozent der Flächen.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.