Urteil
Oberstes US-Gericht billigt Verbote für Transgender-Athleten im Frauensport

In den USA hat der Oberste Gerichtshof die Gesetze zweier Bundesstaaten gebilligt, durch die Transgender-Mädchen und -Frauen der Beitritt zu weiblichen Schulsportmannschaften verboten wird.

    Gebäude des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates New York in Lower Manhattan mit der Aufschrift The True Administration of Justice an seiner Fassade in New York, NY, USA
    Gebäude des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates New York in Lower Manhattan (imago images / imageBROKER / Jannis Tobias Werner)
    Nach Ansicht der Richter verstoßen die Verbote in Idaho und West Virginia weder gegen die Verfassung noch gegen ein Bundesgesetz, das Geschlechterdiskriminierung im Bildungswesen verbietet. Beide Staaten werden von Republikanern regiert. Das mehrheitlich konservativ besetzte Gericht hatte bereits im vergangenen Jahr Urteile zum Nachteil von Transgender-Personen gefällt.
    Unklar ist, wie sich der neue Richterspruch auf die Gesetzgebung in demokratisch regierten Bundesstaaten wie Kalifornien oder Connecticut auswirkt. Dort ist es Transgender-Athleten erlaubt, entsprechend ihrer Geschlechtsidentität an Wettkämpfen teilzunehmen. Dagegen sind bereits mehrere Klagen anhängig.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.