Niedrige Pegelstände
Ökologe Dörfler hält Ausbaggerung der Elbe für sinnlos

Der Ökologe Ernst Dörfler hält es nicht für zielführend, das Flussbett der Elbe - wie unter anderem von der Stadt Hamburg gefordert - weiter auszubaggern. Das würde den chronischen Wassermangel nicht beheben, sagte der Wissenschaftler im Deutschlandfunk. Die Elbe eigne sich nicht mehr als Bundeswasserstraße.

    Steine liegen am ausgetrockneten Ufer der Elbe vor der historischen Altstadtkulisse von Dresden.
    Die Elbe hat extremes Niedrigwasser. (picture alliance / dpa / Robert Michael)
    In den vergangenen Jahren habe der Fluss ein Drittel seiner Wassermenge verloren, sagte Dörfler . Das liege unter anderem daran, dass zahlreiche Feuchtgebiete entlang der Elbe trockengelegt und Entwässerungsanlagen in Betrieb genommen worden seien. Zudem sei die Elbe bereits vertieft worden, so dass sie eine schnelle Fließgeschwindigkeit aufweise und das vorhandene Wasser zügig in die Nordsee abfließe.
    Die aktuelle anhaltende Trockenheit verschärfe den chronischen Wassermangel der Elbe. Zwischen Riesa und Magdeburg könne derzeit überhaupt kein Schiff mehr fahren. Perspektivisch wird sich die Situation laut Dörfler noch verschärfen, da traditionell der September als der eigentliche Niedrigwassermonat gelte.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.