Wirtschaft
Ökonomen einig: Reformpaket geht nicht weit genug

Das geplante Reformpaket der Bundesregierung geht nach Einschätzung führender Ökonomen nicht weit genug, um die deutsche Wirtschaft aus der Krise zu führen.

    Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts
    Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts (picture alliance / SVEN SIMON / Frank Hoermann )
    Ifo-Präsident Fuest sieht die geplanten Maßnahmen als wichtigen Beitrag, mahnt aber weitere Reformen an. Größter Schwachpunkt sei, dass Schritte zur Konsolidierung der Staatsausgaben fehlten. Mittelfristig seien steuerliche Entlastungen unmöglich, wenn das Wachstum der Staatsausgaben nicht eingedämmt werde. Ähnlich äußerte sich der Präsident des ZEW in Mannheim, Wambach.
    DIW-Präsident Fratzscher sagte, wer glaube, die Bundesregierung hätte nun den schwersten Teil der Reformen hinter sich, der irre. Nötig sei beispielsweise noch eine Investitionsoffensive sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Investitionen. Außerdem müsse eine grundlegende Reform des Steuersystems vor allem kleine und mittlere Einkommen sowie Unternehmen entlasten. 

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    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.