
Präsident des Ifo-Instituts, Fuest.
Eine Expertengruppe um die Vorsitzende des Sachverständigenrats, Schnitzer, und die frühere EU-Kommissarin Vestager legten eine neue Strategie vor. Bis 2030 benötigt Europa demnach bis zu 45 Gigawatt an zusätzlicher Energie für Datenzentren sowie Investitionen in Höhe von 1,3 Billionen Euro. Vestager sagte, Europa dürfe nicht zum Spielfeld ausländischer Mächte werden.
Zugleich warnen immer mehr Experten vor den Risiken Künstlicher Intelligenz. Der KI-Experte Thilo Hagendorff hält Warnungen vor einer Auslöschung der Menschheit durch Künstliche Intelligenz für nicht übertrieben. Allerdings seien Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet,
sagte er im Deutschlandfunk
. Mehrere große US-KI-Entwickler hatten wegen der Risiken am Wochenende eine Verlangsamung bei der Entwicklung von KI vorgeschlagen.
Bitkom-Studie: Firmen setzen auf KI, fürchten aber um Existenz
Bei den meisten Unternehmen in Deutschland kommt inzwischen Künstliche Intelligenz zum Einsatz. 57 Prozent der befragten Firmen nutzten KI, teilte der Digitalverband Bitkom zu einer entsprechenden Untersuchung mit. Das seien fast dreimal so viele wie noch vor zwei Jahren. Weitere 38 Prozent der Unternehmen planen oder diskutierten bereits den Einsatz.
"Künstliche Intelligenz ist keine Sache einzelner Vorreiter, sie ist in der Breite der Wirtschaft angekommen", sagte Bitkom-Präsident Wintergerst. "Und das in einem Tempo, das wir bei keiner Technologie zuvor gesehen haben."
Die rasante Verbreitung gehe jedoch mit einer großen Verunsicherung einher. So fürchtet rund jedes dritte Unternehmen, dass KI die eigene Existenz gefährdet - nach 23 Prozent im Vorjahr. Zugleich halten 91 Prozent der Firmen KI für die wichtigste Zukunftstechnologie und 80 Prozent sehen sie überwiegend als Chance. 70 Prozent gaben an, ihre Mitarbeiter im Umgang mit KI zu schulen - nach 43 Prozent im Vorjahr.
Weitere Informationen:
Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
