Kritische Infrastruktur
Offenbar erneut Sabotagedelikt an Umspannwerk - diesmal in Dormagen

In Nordrhein-Westfalen hat es offenbar den Versuch eines weiteren Anschlags auf ein Umspannwerk gegeben.

    Drei Polizisten steht in der Nacht auf einem feldweg vor einem Strommast. Die Szene wird von einem Scheinwefer beleuchtet.
    Nächtliche Ermittlungen der Polizei an dem Umspannwerk in Dormagen. ( dpa / Alexander Franz )
    Betroffen ist diesmal eine Anlage im zwischen Köln und Düsseldorf gelegenen Dormagen. Ein Sprecher der Kölner Polizei sagte, man gehe nach dem Eingang eines Bekennnerschreibens von einem Sabotagedelikt aus. An dem Umspannwerk hatte ein Spaziergänger gestern Abend einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Nach Polizeiangaben handelt es sich vermutlich um eine Abschussvorrichtung. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurden zudem selbstgebaute Raketen mit Zeitschaltuhren entdeckt. Zu einem Sabotageakt kam es laut der Polizei aber nicht.
    Vor zwei Tagen war es bereits bei Rommerskirchen westlich von Köln zu einem Anschlag auf ein Umspannwerk gekommen. Einen ähnlichen Angriff hatte es zuvor bei Jänschwalde in Brandenburg gegeben. Auch hierzu ging gestern Abend bei der "Tageszeitung" ein Bekennerbrief eines angeblichen Klimaaktivisten ein, wobei die Authentizität des Schreibens unklar ist. Ermittler gehen in beiden Fällen von verfassungsfeindlicher Sabotage aus.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.