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Olympische Winterspiele 2022
Lemberg zieht Kandidatur zurück

Die ukrainische Stadt Lemberg bewirbt sich nicht mehr um die Olympischen Winterspiele 2022. Das teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag mit. Um die Vergabe konkurrieren nun noch Oslo, Almaty und Peking.

Von Victoria Reith | 30.06.2014

    Olympische Ringe werden auf einer Piste in Sotschi prepariert.
    Olympische Ringe werden in Lemberg frühestens 2026 angebracht. (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)
    Lemberg wolle sich wegen der aktuellen politischen und wirtschaftliche Umstände in der Ukraine auf eine Bewerbung 2026 konzentrieren. Laut IOC haben sich darauf dessen Präsident Thomas Bach, der ukrainische Premierminister Arseniy Jatsenuk und der Präsident des Ukrainischen Olympischen Komitees, Sergej Bubka, geeinigt.
    Lemberg ist nicht die erste Stadt, die ihre Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 zurückzieht. In München, Graubünden und Krakau haben die Bürger bei Abstimmugnen gegen eine Olympiabewerbung entschieden. In Stockholm stimmte der Stadtrat gegen eine Bewerbung.
    In Oslo hatten sich die Bürger in einer Volksabstimmung im September 2013 knapp für eine Kandidatur ausgesprochen. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Die mitregierende Fortschrittspartei hat angekündigt, die notwendige Staatsbürgschaft von umgerechnet vier Milliarden Euro abzulehnen.
    Neben Oslo kandidieren die kasachische Stadt Almaty und die chinesische Hauptstadt Peking als Ausrichter der Winterspiele 2022. Almaty werden die größten Chancen eingeräumt. Damit würden nach Sotschi die Olympischen Winterspiele in acht Jahren wieder in einer Autokratie stattfinden.
    Aus demokratischen Staaten kommt vermehrt Kritik am Gigantismus: Die Olympischen Spiele in Sotschi hatten alles in allem rund 40 Milliarden Euro gekostet.
    Im Juli 2015 entscheidet das IOC in Kuala Lumpur über die Vergabe der Winterspiele 2022.