Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Audretsch, erklärte, mit einer Neuauflage des Tankrabatts lande das Geld in den Taschen der Ölkonzerne. Stattdessen müsse es direkt an die Menschen ausgezahlt werden, die es tatsächlich brauchten, sagte Audretsch im Deutschlandfunk. Der Grünen-Politiker plädierte zugleich für eine Senkung der Stromsteuer und die Einführung einer Übergewinnsteuer. Dass diese jetzt wieder nicht komme, sei ein Kniefall vor den Ölkonzernen. Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Reichinnek, kritisierte, der für Januar geplante Spritpreisdeckel komme zu spät.
Die Sozialverbände VdK und SoVD sprachen von einer teuren Gießkannenlösung. Der Tankrabatt entlaste auch Menschen, die keine Unterstützung benötigten. Stattdessen müssten zielgerichtet Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen entlastet werden. Der Bauernverband und Vertreter der Logistikbranche begrüßten dagegen die Pläne.
Die Bundesregierung will die Kraftstoffpreise in zwei Schritten senken. Von Oktober bis Jahresende sollen Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter billiger werden. Zusätzlich zum Tankrabatt soll es ab dem 1. Januar einen Spritpreisdeckel geben.
Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
