Donnerstag, 30. Juni 2022

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Oratorium von Schumann
Das Paradies und die Peri

Die Handlung von Robert Schumanns Weltliches Oratorium "Das Paradies und die Peri" wirkt etwas veraltet: Eine verstoßene Engelsfigur sucht nach einem Weg zurück ins Paradies und prophezeit dabei spätromantische Erlösungsfantasien. Die Musik von Schumann aber ist aber frisch und farbenreich.

Am Mikrofon: Thilo Braun | 12.01.2020

Ein Orchester mit Streichinstrumenten und ein Männerchor sitzen vor einem Dirigenten.
Le Cercle de l‘Harmonie unter der Leitung von Jérémie Rhorer beim Beethovenfest Bonn 2019 (Barbara Frommann)
Dirigent Jérémie Rhorer zeigte in seinem Konzert mit "Le Cercle de l'Harmonie" in Bonn, wie überschäumend vor Einfällen sie ist. Da flattern Engelsflügel in zarten Geigentremoli, fahle Flötenklänge bringen Pest und Tod. Die historisch-informierte Aufführungspraxis schenkt dem exzellenten Sängerensemble Freiheiten: Flüsternde Sprachlosigkeit trifft auf vibrierende Kraft, bei großem Bewusstsein für Bedeutung und Hintersinn der Worte.
Hier findet sich das Programmheft mit den Texten von "Das Paradies und die Peri".
Robert Schumann
"Das Paradies und die Peri". Weltliches Oratorium für Solostimmen, Chor und Orchester op. 50, basierend auf einer Dichtung aus Lalla Rookh von Thomas Moore
Sarah Wegener, Sopran (Peri)
Katja Stuber, Sopran (Jungfrau)
Valentina Stadler, Mezzosopran (Engel)
Werner Güra, Tenor (Erzähler)
Le Cercle de l'Harmonie
Leitung: Jérémie Rhorer
Aufnahme vom 8.9.2019 aus dem World Conference Center Bonn