
Der SPD-Abgeordnete Castelucci gehört zu den Unterzeichnern.
Er sagte im Deutschlandfunk
, alle volljährigen Bürger sollten aufgefordert werden, sich zur Spende der eigenen Organe zu äußern. Auch sollten Menschen besser beraten werden. Castellucci bezeichnete die Widerspruchslösung als übergriffig und verwies zudem auf Menschen, die körperlich oder psychisch nicht in der Lage seien, ihren Willen zu dokumentieren.
Der SPD-Politiker gehört mit dem CDU-Politiker Brand zu einer fraktionsübergreifenden Gruppe, die am Freitag einen Antrag in den Bundestag eingebracht hat. Die 58 Abgeordneten setzen sich darin für die Freiwilligkeit der Organspende ein. Die Befürworter einer Widerspruchslösung hatten ihren Gesetzentwurf bereits im August eingebracht. Er sieht vor, dass jede Person, die nicht widerspricht, zum potenziellen Organspender wird.
In der nächsten Woche wird der Bundestag über die Organspende beraten. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war 2020 gescheitert.
Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
