USA
Oscar-Gewinnerin schockiert in Venedig mit Doku über ICE-Einsätze

Eine Dokumentation über die Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis im vergangenen Jahr hat bei den Filmfestspielen in Venedig erschütternde Reaktionen ausgelöst.

    Die Regisseurin Laura Poitras und ihre Kollegin Rachel Lauren Mueller stehen in Venedig bei den Filmfestspielen vor einer blauen Wand mit Logos der Veranstaltung.
    Die Regisseurin Laura Poitras und ihre Kollegin Rachel Lauren Mueller in Venedig bei den Filmfestspielen. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Fabio Frustaci)
    Das Werk der Oscar-prämierten Regisseurin Laura Poitras und ihrer Kollegin Rachel Lauren Mueller zeigt teils verstörende Bilder. Der Kurzfilm umfasst nach ihren Angaben neben eigenem Material verifizierte Szenen von lokalen Aktivisten, Dashcams, Bodycams und Überwachungssystemen. Zu sehen sind ICE-Beamte in Sturmhauben, die Kinder und Erwachsene aus Autos zerren, blutende Demonstranten zu Boden werfen. Journalisten fliehen in Gasmasken. Gefesselte werden in Flugzeuge verladen. Ein anonymisierter Mann mit einer Zuwanderungsgeschichte erzählt, dass er sich im Kofferraum verstecken muss, um sicher zur Arbeit zu gelangen.
    Der Film trägt denTitel "They're Here" - zu deutsch: "Sie sind da!". Die Razzien erfolgten im Zuge der rigorosen Abschiebepolitik von Präsident Trump. Nach breiten Protesten änderte ICE die Taktik und setzt inzwischen auf unauffälligere Abschiebestrategien.
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.