Gera
Ostdeutsche Verkehrsminister fordern Finanzierung des Bahnverkehrs auf dem Land

Die Verkehrsminister und -ministerinnen der ostdeutschen Bundesländer haben den Bund dazu aufgefordert, den Bahnverkehr jenseits der Ballungsräume nachhaltig zu finanzieren.

    Eine Regionalbahn steht zur Abfahrt bereit im Erfurter Hauptbahnhof. Daneben laufen ein Fahrgast mit einem roten Koffer und ein Bahnmitarbeiter in orangener Arbeitskleidung.
    Die ostdeutschen Verkehrsminister fordern, den Bahnverkehr in ländlichen Gebieten nachhaltig zu finanzieren. (Martin Schutt / dpa / Martin Schutt)
    Bei einem Treffen in Gera verständigten sie sich auf gemeinsame Positionen gegenüber dem Bund. Gerade in den ostdeutschen Flächenländern gelte es, die Abkopplung ganzer Regionen zu verhindern, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Verkehrsministerin von Sachsen-Anhalt, Hüskens, kritisierte, dass sich Ausbau von Strecken zu sehr auf Metropolen und Ballungsräume konzentriere. Die ostdeutschen Länder seien jedoch zumeist ländlich geprägt. Der parteilose Infrastrukturminister von Mecklenburg-Vorpommern, Blank, sagte, mehr Wettbewerb im Fernverkehr dürfe nicht dazu führen, dass sein Bundesland Fernverkehrshalte verliere oder das Nahverkehrsangebot eingeschränkt werde. Deswegen müsse der Bund mehr finanzielle Mittel bereit stellen und mit einer Reform der Trassenpreise langfristige Planungssicherheit schaffen.
    Diese Nachricht wurde am 14.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.