Entwicklungshilfe
Oxfam warnt vor Folgen von Kürzungen für Frauen und Mädchen

Die geplanten Kürzungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit treffen einer Analyse zufolge vor allem Frauen und Mädchen.

    Undatiertes Foto eines Oxfam-Gebäudes
    Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sinken weiter. Aus Sicht der Hilfsorganisation Oxfam leiden vor allem Frauen und Mädchen darunter. (picture alliance / dpa/ Tim Ockenden/PA )
    Nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam könnten bis 2027 Fördermittel in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro wegfallen. Allein auf Projekte zur Geschlechtergerechtigkeit im Entwicklungsministerium entfielen demnach Kürzungen von bis zu 1,4 Milliarden Euro. Auch die deutschen Beiträge für internationale Organisationen wie UN Women und den UNO-Bevölkerungsfonds sollen deutlich sinken.
    Oxfam kritisiert, die Bundesregierung richte die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend an wirtschafts- und sicherheitspolitischen Interessen aus. Dadurch gerieten die Rechte von Frauen und Mädchen ins Hintertreffen. Die Hilfsorganisation warnt, dass Gesundheitsstationen schließen, Mädchen ihre Schulbildung verlieren und Frauen schlechter vor Gewalt geschützt werden könnten.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.