Samstag, 13. April 2024

Münchner Sicherheitskonferenz
Palästinensischer Ministerpräsident Schtaje warnt Israel vor Vertreibung von Menschen aus Gazastreifen

Der palästinensische Ministerpräsident Schtaje hat Israel aufgefordert, die im südlichen Gazastreifen zusammengedrängte Bevölkerung in ihre Wohngebiete zurückzulassen.

18.02.2024
    Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtaje spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz
    Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtaje auf der Münchner Sicherheitskonferenz (IMAGO / dts Nachrichtenagentur / IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
    So könne ihre Vertreibung aus dem abgeriegelten Küstenstreifen verhindert werden, sagte er am dritten und letzten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz. Schtaje warnte Israels Ministerpräsidenten Netanjahu vor dem Versuch, die Menschen nach Ägypten zu verdrängen. Zusammen mit der Regierung in Kairo arbeite man intensiv daran, so etwas abzuwenden. Netanjahu hatte gestern Abend erklärt, seine Regierung werde sich internationalem Druck nicht beugen. Die Militäroffensive auf die Stadt Rafah an der Grenze zu Ägypten werde kommen. Zivilisten erhielten die Möglichkeit, sich in sichere Gebiete zu begeben, so Netanjahu.
    Rafah gilt als letzter Rückzugsort der Terrororganisation Hamas. Zugleich halten sich hunderttausende Zivilisten in dem Gebiet auf, die vor dem Krieg in den anderen Regionen des Gazastreifens geflohen sind.
    Diese Nachricht wurde am 18.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.