Linke
Pantisano bittet für Äußerung über die CDU um Entschuldigung

Der neue Linken-Chef Pantisano hat für seine Aussagen über eine angeblich "faschistische Politik" der CDU um Entschuldigung gebeten. Das sei verkürzt und falsch gewesen, sagte er. Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollten, dürfe man nicht verwischen.

    Luigi Pantisano, Vorsitzender der Partei Die Linke, bei seiner Antrittsrede während des Bundesparteitages.
    Luigi Pantisano, Vorsitzender der Partei Die Link (Michael Bahlo / dpa / Michael Bahlo)
    Pantisano ergänzte: "Meine grundlegende Kritik am Rechtskurs der Union, der aus meiner Sicht auf dem Rücken vieler Menschen im Land ausgetragen wird, bleibt davon unberührt." Ebenso bleibe seine Sorge über ein mögliches weiteres politisches Zusammenrücken von CDU und AfD bestehen. "Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen."

    Linnemann lehnt Pantisano-Entschuldigung ab

    CDU-Generalsekretär Linnemann lehnt die Entschuldigung Pantisanos ab. "Von 'verkürzt' zu sprechen, ist eine Unverschämtheit", sagte Linnemann der Bild-Zeitung. Er fügte hinzu: "Die Aussage von Herrn Pantisano war glasklar. Jetzt versucht er sich rauszuwinden. Linnemann verlangte von der Linken, sich zu distanzieren.
    CSU-Generalsekretär Huber und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther forderten Pantisano zum Rücktritt auf. Auch in der Linken selbst gab es Irritationen.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.