
Die Forscher untersuchten 302 Mädchen im Säuglingsalter, deren Mütter während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hatten. Dabei zeigten sich teilweise kleinere Eierstöcke und Gebärmütter sowie eine geringere Zahl von Eibläschen, aus denen später Eizellen entstehen, wie das Forschungsteam im Fachjournal "Human Reproduction Open" berichtet. Die Unterschiede fielen je nach Zeitpunkt der Einnahme unterschiedlich aus.
Die Wissenschaftler betonen allerdings, dass die Studie keinen ursächlichen Zusammenhang nachweisen kann. Ob die beobachteten Unterschiede tatsächlich Auswirkungen auf die spätere Fruchtbarkeit oder den Zeitpunkt der Menopause haben, müsse erst durch langfristige Nachuntersuchungen geklärt werden.
Paracetamol gilt weiterhin als das am häufigsten verwendete Schmerz- und Fiebermittel in der Schwangerschaft. Auch das Informationsportal Embryotox der Berliner Charité stuft das Mittel als "grün" ein. Das bedeutet: Es wird als Medikament der Wahl empfohlen – dennoch sei immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung nötig. Eine generelle Warnung vor Paracetamol sprechen die Forscher ausdrücklich nicht aus.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
