
Wie Korrespondenten aus Bagdad berichten, wurde die heute geplante Sitzung zur Wahl abermals verschoben. Die kurdischen Gruppierungen konnten sich demnach nicht einigen, welchen Kandidaten sie für das Amt nominieren. Weil deshalb viele Abgeordnete nicht zur Sitzung erschienen, war das Parlament nicht beschlussfähig. Traditionell besetzt im Irak ein kurdischer Politiker das Amt des Präsidenten.
Sollte ein neues Staatsoberhaupt bestimmt werden, wäre eine der ersten Aufgaben, einen Kandidaten für das Amt des Regierungschefs vorzuschlagen. Als aussichtsreicher Bewerber für den Posten gilt der frühere Ministerpräsident al-Maliki. Die größte Gruppe im Parlament, ein Zusammenschluss schiitischer Parteien, sprach sich erneut für ihn aus. US-Präsident Trump droht dem Irak damit, die Unterstützung zu entziehen, sollte al-Maliki wieder Regierungschef werden.
Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
